ZÄF Hochfranken e.V. zahnärztl.Fortbildung & Information

News-FVDZ Nachrichten 21.Januar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.708 Tage

 


Der Themen dieser Ausgabe
   

  • Organspende: Bundestag gegen Widerspruchslösung
  • PKV: Venture-Capital-Fonds vorgestellt
  • C’t: Weitere Datenlecks bei der TI
  • KZBV: SMCB-Ausgabe geht weiter
  • Neues Seminarprogramm online
  • Frankreich: Krankschreibung ist keine Pizza-Bestellung


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik



Organspende: Bundestag gegen Widerspruchslösung


Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist mit dem Vorstoß für die so genannte Widerspruchslösung bei der Organspende klar gescheitert. In namentlicher Abstimmung votierten 379 Abgeordnete dagegen und 292 dafür, drei enthielten sich. Stattdessen beschloss der Bundestag einen parteiübergreifenden Antrag, der auf Aufklärung setzt und die derzeitige Rechtslage der aktiven Zustimmung beibehält. Dem stimmten 432 Abgeordnete zu, 200 dagegen, 37 enthielten sich. Vorgesehen ist, dass, wer einen Personalausweis beantragt, ihn verlängert oder sich einen Pass besorgt, auf dem Amt Informationsmaterial bekommt. Beim Abholen soll man sich in ein neues Online-Register eintragen können - mit Ja oder Nein. Zudem sollen Hausärzte ihre Patienten alle zwei Jahre über Organspenden informieren und ergebnisoffen zum Eintragen ins Register ermuntern. Grundwissen über Organspenden soll Teil der Erste-Hilfe-Kurse vor der Führerscheinprüfung werden. In der Debatte hatte Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann (SPD) für die Widerspruchslösung plädiert, nach der grundsätzlich jeder als Spender gilt, der nicht widerspricht. Die Hoffnungen vieler schwerkranker Menschen würden enttäuscht, wenn es lediglich ein nur leicht verändertes ‚Weiter so’ mit der Zustimmungsregelung gebe. Annalena Baerbock (Grüne) warb hingegen dafür, jedem Bürger die Entscheidung zur Organspende selbst zu überlassen, aber die Bereitschaft zu stärken, sich festzulegen: „Wir stimmen aber auch darüber ab: Wem gehört der Mensch? In unseren Augen gehört er nicht dem Staat, nicht der Gesellschaft, er gehört sich selbst.“ SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wies darauf hin, dass die Spendebereitschaft hoch, die Zahl der Spenden aber niedrig sei. Eine einfache, unbürokratische Regelung, wie man zum Spender wird, sei die Widerspruchslösung. Gitta Connemann (CDU) sagte, es dürfe niemals einen Zwang zur Organspende geben. Es sei aber zumutbar, sich zu entscheiden. Das Recht auf Selbstbestimmung bleibe unangetastet. Der AfD-Abgeordnete Robby Schlund nannte die Widerspruchslösung „absolut inakzeptabel“ und einen „Eingriff in die freiheitlichen Grundrechte der Bürger“. Die Freiheit der bewussten Entscheidung zur Organspende sei ein hohes Gut, das es zu verteidigen gelte. Kathrin Vogler (Linke) warnte davor, jeden Menschen als Organspender zu sehen, der nicht ausdrücklich widersprochen hat, das verstärke vorhandene Ängste. Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) sagte zur Widerspruchslösung: „Das missachtet unseren gesellschaftlichen Konsens, dass Schweigen niemals als Zustimmung gewertet werden kann.“
Quelle: dpa, jh



PKV: Venture-Capital-Fonds vorgestellt


Der Verband der privaten Krankenversicherungen hat in der vergangenen Woche in Berlin in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Spahn seinen neuen Venture-Capital-Fonds „health capital“ vorgestellt. Der Fonds soll sich an jungen Unternehmen beteiligen, die digitale Innovationen für die Gesundheitsversorgung entwickeln. Innerhalb weniger Wochen wurden von beteiligten Unternehmen über 80 Mio. Euro mobilisiert, und damit wurde das Zielvolumen von 100 Mio. bereits weitestgehend erreicht. Spahn lobte den Willen der Unternehmen, sich in dem Bereich zu engagieren. Es gebe ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Interesse daran, mit Venture Capital ein innovatives und digitales Gesundheitswesen mitzugestalten. PKV-Vorsitzender Ralf Kantak erklärte, mit dem Investitions-Kapital solle die Qualität der medizinischen Versorgung vorangetrieben werden, etwa bei digitalen Gesundheitsanwendungen, der Telemedizin, der digitalen Prävention oder der Digitalisierung der Pflege. Der Fonds soll Gesundheits-Startups nicht nur mit Kapital fördern, sondern sie auch mit Know-how beim Zugang zum medizinischen Versorgungsgeschehen unterstützen. Hervorgehoben wurde, dass die PKV für innovative Angebote einen schnelleren Zugang zum Markt bieten kann, weil sie weniger Genehmigungshürden zu überwinden hat als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV).  
Quelle: pkv, jh


C’t: Weitere Datenlecks bei der TI?


Nach Recherchen des IT-Magazins c’t lauern in der Telematikinfrastruktur womöglich weitere Sicherheitslücken. In Praxen, in denen die von der gematik empfohlene serielle Installation des Konnektors umgesetzt wurde, dient dieser als Firewall für das gesamte Praxis-Netzwerk und ist damit „angriffsexponiert und sicherheitskritisch“. Der IT-Experte Thomas Maus hat bei Ärzten „nichtinvasive und nichtdestruktive Analysen“ der Konnektoren durchgeführt. Danach wird zumindest der Konnektor von T-Systems den geforderten Ansprüchen womöglich nicht gerecht. So könne ein Zertifikatsfehler dazu führen, dass Hacker das Admin-Passwort abgreifen. Dazu bräuchte ein Angreifer lediglich ein Gerät für unter 100 Euro im Praxis-LAN zu platzieren, um die Kontrolle über den Konnektor erlangen. Dagegen könne sich eine Arztpraxis kaum schützen, so das Magazin. Um die Verwundbarkeit der Software des Konnektors zu prüfen, habe Maus zu allen Komponenten die bekannten Verwundbarkeiten geprüft. Im T-Systems-Konnektor (Firmware 1.4.13) gebe es demnach Hinweise auf mindestens 402 potenzielle Verwundbarkeiten: 11 kritische, 141 hochbrisante, 250 mittelbrisante. Auch die Compugroup bediene sich für ihre KoCoBox MED+ bei Open-Source-Codes. Zur Verringerung der Risiken sollte die Firmware der Konnektoren immer auf dem neuesten Stand sein, am sichersten sei aber „abschalten“.
Quelle: änd, jh



KZBV: SMCB-Ausgabe geht weiter


Nachdem die gematik wegen der durch den Chaos Computer Club (CCC) aufgezeigten Sicherheitslücken bei Kartenbestellprozessen die Ausgabe von Praxisausweisen gestoppt hatte, können Zahnarztpraxen die Praxis- & Institutionsausweise (SMC-B) wieder erhalten. D-Trust und T-Systems haben die Ausgabeprozesse bereits wieder gestartet. Hintergrund sind Besonderheiten im zahnärztlichen Bereich. So sind elektronische Ausweise für Zahnarztpraxen ausschließlich direkt über die zuständige KZV im jeweiligen Bundesland erhältlich. Außerdem kann als Lieferadresse immer nur die Meldeadresse der Zahnärztin / des Zahnarztes oder die bei der zuständigen KZV hinterlegte Adresse der Praxis angegeben werden. Die vom CCC aufgezeigte Sicherheitslücke bestand daher bei zahnärztlichen Praxisausweisen zu keinem Zeitpunkt. Die gematik hat der übergangsweisen Wiederaufnahme der Kartenausgabe zugestimmt. KZBV-Vize Karl-Georg Pochhammer erklärte dazu: „Alle bereits an Zahnarztpraxen ausgegebenen SMC-Bs basieren auf diesem sicheren Ausgabeprozess und sind damit bis zum Ende ihrer Laufzeit uneingeschränkt einsetzbar“. Aktuell hat die KZBV zwei neue Leitfäden für Praxen mit Hinweisen anhand konkreter Szenarien zu den TI-Anwendungen „Elektronischer Medikationsplan/ Arzneimitteltherapie-Sicherheitsprüfung“ sowie zum „Notfalldatenmanagement“ veröffentlicht. Abrufbar unter www.kzbv.de/leitfaden-emp-nfdm. Quelle: kzbv, jh

 

Aus dem Verband



Neues Seminarprogramm online


Auch im neune Jahr bietet der Verband ein umfangreiches Programm an Fortbildungen für Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahnärztlicher Praxen. Das Seminarprogramm für das 1. Halbjahr 2020 ist fertiggestellt und online einzusehen. Unter www.fvdz.de/seminarkalender können Sie das Programmheft als pdf-Datei herunterladen und sich auch direkt zu den Seminaren anmelden. Die gedruckte Form des Programmhefts kann in der Bundesgeschäftsstelle angefordert werden. Sie finden es auch in der Januarausgabe unserer Verbandszeitschrift „Der Freie Zahnarzt“ abgedruckt.  fvdz



Auch das noch



Frankreich: Krankschreibung ist keine Pizza-Bestellung


Neue Möglichkeiten ermöglichen neuen Missbrauch – befürchten die französischen Krankenkassen. Dort ist es seit Jahresbeginn möglich, sich online krankschreiben zu lassen. Der Erfolg war durchschlagend: Am ersten Tag (7. Januar) war das Portal wegen Überlastung für Stunden unerreichbar. Ärzteverbände hatten schon zuvor gegen „SB-Krankschreibungen“ protestiert, jetzt will die Caisse Nationale d’Assurance Maladie (CNAM), das höchste Gremium der französischen Krankenversicherung, sogar das Portal per einstweiliger Anordnung schließen lassen. Regelmäßige Informationskampagnen, dass nur medizinische Gründe eine Krankschreibung rechtfertigen und verschärfte Kontrollen und Sanktionen sowohl gegen Ärzte als auch Patienten hatten zuletzt die Krankengeldzahlungen zurückgehen lassen. Ärzteverbände und Krankenversicherung bewerten die elektronische AU gleichermaßen als automatisiertes und unseriöses Diagnoseverfahren. Krankenscheine dürften nicht wie eine Pizza online bestellt werden, heißt es von Seiten der Ärzte.
Quelle: änd

Nachrichten

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12. Dezember 2019

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