News-FVDZ Nachrichten 26.Nov. 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.652 Tage

 


Als Themen dieser Ausgabe:

  • Bundesversammlung: Wandel aktiv gestalten
  • FKG: Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb
  • BÄK: Gesundheitswesen kein Industriebetrieb
  • DKG: Zugangskontrollen nicht praktikabel
  • Sachsen: Garantie-Honorar für Notdienst
  • Auch das noch: „Klatschkasse“ in Holland

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


Bundesversammlung: Wandel aktiv gestalten


Die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer hat sich zu den Kernthemen der zahnärztlichen Berufsausübung positioniert. „Die Regelungsbereiche der Gesundheitspolitik werden immer komplexer. Das schlägt mit Vorgaben, Vorschriften und Restriktionen bis zu den Kolleginnen und Kollegen im Praxisalltag durch“, erklärte BZÄK-Präsident Peter Engel. Man brauche Klarheit für die tägliche Arbeit in der Praxis und keine Einmischung fachfremder Akteure, sondern  Erleichterung von Überflüssigem. Für eine angemessene und zukunftssichere Berufsausübung gebe es weiteren Reformbedarf bei der Approbationsordnung und bei einer betriebswirtschaftlich stimmigen GOZ. Thomas Steffen, Staatssekretär im BMG, hatte zu Beginn der Versammlung die Leistungen der Zahnärzteschaft hervorgehoben: „Die deutsche Zahnmedizin gilt international als Vorbild. In keinem Land der Welt wird Karies bei Kindern so erfolgreich bekämpft wie bei uns“, so Steffen. Dominiert wurden die Diskussionen von den steigenden Herausforderungen im Berufsalltag und den nötigen Weichenstellungen, um die Zahnmedizin zukunftsfest und attraktiv für den Berufsnachwuchs zu gestalten. Für den ausgeschiedenen Thomas Breyer (jetzt Kammerpräsident in Sachsen) wählte die Bundesversammlung Kai Voss aus Schleswig-Holstein einstimmig zum Vorsitzenden der Versammlung.
Quelle: bzäk, jh


FKG: Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb


Die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratergremium der Bundesregierung, fordert mit Blick auf das „Gesetz für einen fairen Kassenwettbewerb in der GKV“ (GKV-FKG) mehr Wettbewerb, um das Versorgungsangebot zu verbessern. Notwendig seien dafür mehr Wahltarife, Änderungen bei Hausarztverträgen und eine einheitliche Kassen-Aufsicht (mit dieser Forderung war Gesundheitsminister Jens Spahn gerade am Widerstand der Länder gescheitert). Wenn sich der Gesundheitszustand der Mitglieder besser entwickle durch  gute Präventionsarbeit, sollen die Kassen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen, schlägt die Kommission unter anderem vor. „Notwendig wäre, dass Krankenkassen mehr Möglichkeiten erhalten, ihr Leistungsangebot selbst zu gestalten, zu verbessern und Versorgungsinnovationen zu erproben“, heißt es weiter in der noch nicht veröffentlichten Stellungnahme zu Spahns geplantem Kassenwettbewerbsgesetz. Vor allem Wahltarife zur Krankenhausbehandlung hat die Kommission dabei vor Augen. Könnten Kassen mit Kliniken spezielle Verträge schließen und dann die Versicherten im Wahltarif gezielt in diese Kliniken schicken, könne die Kasse besser auf die Qualität der Versorgung achten. Generell sollten die Kassen mehr Freiheiten bei Versorgungsverträgen (auch Hausarztverträgen) bekommen. Kritisch sieht die Kommission dem Bericht zufolge, dass solche Verträge mit dem größten Verband der Hausärzte als Monopolanbieter geschlossen werden müssten
Quelle: änd, jh


BÄK: Gesundheitswesen kein Industriebetrieb


Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt hat vor wachsendem wirtschaftlichen Druck auf die Behandlung von Patienten gewarnt. „Wir wollen ein humanes Gesundheitswesen haben, das nicht so durchökonomisiert ist wie ein Industriebetrieb“, sagte der Reinhardt gegenüber dpa. Das sei unangemessen für die Versorgung von Kranken und mit dem ärztlichen Ethos nicht vereinbar. Er verwies auf zunehmend problematische Bedingungen in Krankenhäusern, die zu „Effizienzdruck“ führten. Finanzinvestoren, die medizinische Einrichtungen als Geldanlagen in den Blick nehmen, verschärften diesen Trend. Die Strukturen im Gesundheitswesen müssten zwar auch nach wirtschaftlichen Kriterien ausgerichtet sein, sie müssten aber dem berechtigten Anspruch der Erkrankten entsprechen, angemessen behandelt zu werden - „nicht nur technisch, sondern auch menschlich.“ Unzureichende Finanzierung durch die Länder führe oft dazu, dass die Krankenhausversorgung mit Methoden wie aus der Autoindustrie rationalisiert werde – mit negativen Folgen. Beim Trend zur Kommerzialisierung gehe es nicht um private Krankenhausträger oder Ärzte, die sich zu mehreren zu einer Gruppenpraxis zusammentun. Problematisch sei es aber, wenn Finanzinvestoren oder Pensionsfonds in Einrichtungen wie Medizinische Versorgungszentren (MVZ) als Kapitalanlage einsteigen, so Reinhardt.
Quelle: dpa, änd, jh


BÄK: GOÄ auf der Zielgeraden


Die Beratungen für eine neue ärztliche Gebührenordnung gehen offenbar in die Endphase. BÄK-Präsident Klaus Reinhardt und PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther äußerten sich in der letzen Woche in Berlin zuversichtlich, dass die letzte und „sehr schwierige“ Gesprächsrunde, in der unter Berücksichtigung des vereinbarten Preissteigerungs-Korridors von plus 5,2 bis plus 6,4 Prozent im Vergleich zur geltenden GOÄ eine endgültige Bepreisung gefunden werden soll, bis Anfang 2020 abgeschlossen werden kann. Allerdings ist ungewiss, ob das Bundesgesundheitsministerium das Konsensmodell aufgreifen und die Reform der GOÄ-Verordnung tatsächlich starten wird. So hatte Minister Spahn mehrfach geäußert, mit dem Koalitionspartner SPD werde dies kaum möglich sein. PKV-Chef Reuther betonte, der von BÄK und PKV vorgelegte Konsens werde ein „derartiges Eigengewicht haben, dass kein Politiker einfach daran vorbeigehen und unser Konzept in die Schublade stecken kann“.
Voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte wird die vom BMG entsprechend dem Koalitionsvertrag beauftragte Wissenschaftlerkommission ihr Gutachten zur möglichen Vereinheitlichung der Arzthonorare vorlegen. Die Bundesärztekammer erklärte dazu, politisch motivierte Experimente mit einer Einheits-Gebührenordnung würden der Realität der komplexen medizinischen Leistungen und Möglichkeiten nicht gerecht. Die zwei unterschiedlichen ärztlichen Vergütungssysteme würden sich sehr gut ergänzen. Gesundheitsökonom Professor Jürgen Wasem hatte in einem Gutachten errechnet, dass eine Vereinheitlichung der Vergütungssysteme mehr als fünf Mrd. Euro zusätzlich kosten würde.
Quelle: äz, jh


DKG: Zugangskontrollen nicht praktikabel


Nach dem tragischen Tod Fritz von Weizsäckers durch einen Messerangriff in einer Berliner Klinik hat sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gegen Zugangskontrollen in Kliniken ausgesprochen. Der Präsident der DKG, Gerald Gaß, betonte:„Die Krankenhäuser sind ein öffentlicher Raum, deren Schutz eine Herausforderung ist“. Kliniken versuchten das im Alltag „bestmöglich zu gewährleisten“. Der tödliche Messerangriff in der Charlottenburger Schlosspark-Klinik sei eine „absolute Ausnahme“, So etwas lasse sich in einer offenen Gesellschaft nie ganz ausschließen. In Krankenhäusern gebe es Schulungen für Mitarbeiter und Deeskalationstrainings. Man versuche, „Situationen frühzeitig zu erkennen und dadurch zu vermeiden“. Sicherheitsdienste kämen zum Teil in Rettungsstellen zum Einsatz. Ambulanzen, wo viele Patienten aufeinander träfen, seien Problembereiche – auch weil die Patienten teilweise selbst in einer Ausnahmesituation und aufgeregt seien. Dann komme es zu Streit oder gar Übergriffen, wenn sich Patienten oder Angehörige „nicht schnell genug oder nicht aufmerksam genug betreut und behandelt fühlen“, so Gaß. Von Weizsäcker war während eines Vortrags von einem Zuhörer mit einem Messer am Hals attackiert worden. Der Angreifer, ein 57-Jähriger aus Andernach in Rheinland-Pfalz, wurde von einem zufällig anwesenden Polizisten überwältigt, der selbst schwer verletzt wurde. Das Motiv soll eine „wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten“ sein. Ihm werden Mord und versuchter Mord zur Last gelegt.
Quelle: dpa, jh


Auch das noch:


„Klatschkasse“ in Holland: Andere Länder, andere Konzepte


Das große Volk im kleinen Land an der Nordsee hat für viele Probleme ungewöhnliche Lösungen. So wurde bspw. in den Niederlanden das umgesetzt, was die CDU 2003 in Leipzig mit markigen Worten forderte und sich nie getraut hat anzupacken: Das Prämienmodell einer Krankenversicherung für alle. Aber auch im Kleinen sind die Holländer findig. So gibt es jetzt im Ort Vlijmen im Supermarkt Jumbo eine „Kletskassa“, zu Deutsch: eine „Klatschkasse“. Hier stellt man sich an, wenn man es nicht eilig hat und so schnell wie möglich wieder draußen sein will, sondern mit der Kassiererin noch ein Schwätzchen halten möchte. Das soll insbesondere älteren Menschen helfen, die oft vereinsamen und dadurch psychische Erkrankungen entwickeln. Deshalb hat der Markt auch eine Kaffee-Ecke eingerichtet, in der sich die älteren Bewohner mit jüngeren Nachbarn zum Plaudern treffen.
Dort stehen Freiwillige der Stiftung „Alles Voor Mekaar“ (Alles für einander) und unterhalten sich mit den Senioren, schenken ihnen Aufmerksamkeit und bieten auch bei Bedarf Hilfe an. „Wir verbinden diese älteren Menschen mit Anwohnern“, begründet Alexander van Weert von „Alles Voor Mekaar“ das Engagement der Stiftung.
Quelle: äz, jh

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