News-FVDZ Nachrichten 14.Januar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.671 Tage

 


Der Themen dieser Ausgabe:
   

  • BV: Programmatik festgezurrt
  • Petition 98780: Zeichnungsfrist endet am 16. Januar
  • Grüne: Neuer Anlauf für Härtefallfonds
  • PKV: Wieder mehr Zulauf
  • Ökonomie-Kongress: Ich will zurück nach Westerland
  • Kanada: Ärzte warnen vor Hasch-Keksen


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


BV: Programmatik festgezurrt


Klausurtagungen am Anfang eines Jahres haben gute Tradition in der Politik. Wie die Parteien hat sich auch der Bundesvorstand (BV) des Freien Verbandes am vergangenen Wochenende zu einem intensiven Austausch zurückgezogen, um über Ziele und Programmatik des im Oktober gewählten und auch personell neu aufgestellten BV zu beraten. Im Mittelpunkt seiner Arbeit wird weiterhin die politische Vertretung zahnärztlicher Interessen stehen. Diese Arbeit wurde in den vergangenen Jahren intensiviert – auch auf europäischer Ebene. Als Reaktion auf den steigenden Einfluss Europas auf die unterschiedlichsten Bereiche der Berufsausübung im deutschen Gesundheitswesen, setzt der BV auf eine deutliche Verstärkung der Europaarbeit, um künftige Entwicklungen möglichst frühzeitig politisch begleiten zu können. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt wird in der Weiterentwicklung von Modellen und Beratungskompetenz in Fragen der Berufsausübung und des Generationenwechsels in den Praxen liegen. Dafür soll die Mitgliederkommunikation intensiviert werden. Auch hierfür wurden im Hinblick auf den Generationenwechsel und angesichts neuer Kommunikationsformen diverse Modelle angedacht. Ein Schwerpunkt neben der politischen und fachlichen Kompetenz bleibt die Ökonomie. Derzeit beschäftigt sich eine Projektgruppe intensiv mit dem Thema „Gebührenordnung“. Sollten die Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Gebühren-Kommission demnächst veröffentlicht werden und in Richtung einer Vereinheitlichung von gesetzlicher und privater Gebührenordnung gehen, will der FVDZ mit Alternativvorschlägen gewappnet sein. „Der FVDZ hat ein großes Angebot, wir können in vielerlei Hinsicht Beratung und Unterstützung einbringen“, betonte die stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende Gudrun Kaps-Richter. Für den Bundesvorsitzenden Harald Schrader hat sich die Struktur der Projektgruppenarbeit innerhalb der Gremien inzwischen bewährt. „Wir entwickeln immer wieder Leuchtturmprojekte, die dann zum Vorbild genommen werden können – der freie Verband ist ein lernendes System.“
sas


Petition 98780: Zeichnungsfrist endet am 16. Januar


Der Text ist kurz und nach den aktuellen Pannen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ePA) selbsterklärend: „Der Bundestag möge beschließen, dass Patienten keine Nachteile erleiden dürfen, die ihre Daten nicht in elektronischen Patientenakten (ePA) auf zentralen Servern außerhalb der Praxen speichern lassen wollen. Die Telematik-Infrastruktur (TI) für Ärzte und Psychotherapeuten sowie die Nutzung der ePA für Ärzte und Patienten müssen freiwillig sein. Strafen gegen Ärzte und Psychotherapeuten, die sich nicht an die TI anschließen lassen, dürfen nicht verschärft, sondern müssen abgeschafft werden.“ Erst kurz vor Weihnachten wurde die Petition 98780 online gestellt. Aktuell (Stand Sonntag 20 Uhr) gibt es knapp 16.000 Unterzeichner - das notwendige Quorum, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Anliegen beschäftigt, beträgt 50.000. Die Zeichnungsfrist endet am 16. Januar (https://epetitionen.bundestag.de). Angesicht von Installationsproblemen, Sicherheitslecks, Lieferschwierigkeiten und fehlender Datenschutz-Folgenabschätzung hält die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) die Bestrafung von Praxen mit Honorarabzügen für  unverantwortlich. In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) heißt es: „Wer sich nicht an die TI anbindet, verhält sich nach § 291 SGB V gesetzeswidrig und erhält einen Honorarabzug. Wer sich anbindet, verhält sich nach Art. 26 DSGVO gesetzeswidrig, und ihm droht eine Geldbuße. Wir hatten Sie dazu am 7. November 2019 angeschrieben und warten bis heute auf eine Antwort, wie dieser Konflikt aufgelöst werden kann.“
In der jetzigen Situation sei es kaum möglich, hochsensible Patientendaten und das vertrauliche Arzt-Patienten-Verhältnis wirkungsvoll zu schützen. Die vom Chaos Computer Club aufgedeckten eklatanten Sicherheitsmängel müssten ernst genommen werden und Konsequenzen haben.
Quelle: änd, jh


Grüne: Neuer Anlauf für Härtefallfonds


Die Grünen haben einen erneuten Anlauf gestartet, Beweiserleichterungen und einen Härtefallfonds für die Opfer von Behandlungsfehlern einzuführen. Neben erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen kämen bei medizinischen Behandlungsfehlern häufig auch mentale und finanzielle Belastungen für die Betroffenen hinzu. Aufgrund erheblicher Hürden könnten ihre Ansprüche jedoch nur schwer geltend gemacht werden. Beklagt wird u.a. der nach aktueller Rechtslage erforderliche Nachweis, dass der Behandlungsfehler die Ursache für den erlittenen Schaden gewesen ist. Dieser Nachweis sei oft schwer möglich. Ein Härtefallfonds könne denjenigen helfen, „die im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung, einschließlich der Geburt, einen schweren gesundheitlichen Schaden erlitten haben, bei dem aber letztlich, trotz konkreter Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler, ein eindeutig zuzuordnender Fehler oder dessen Kausalität für den eingetretenen Schaden nicht nachweisbar ist“, heißt es im Antrag der Grünen. Der Fonds solle für schnelle und unbürokratische Hilfen bei Härtefällen sorgen. Darüber hinaus wird ein bundesweites Monitoring gefordert, um Transparenz über Zahl und Ursachen von Behandlungsfehlern herzustellen.
Quelle: äz, jh


PKV: Wieder mehr Zulauf


Die einen wollen sie ganz abschaffen, die anderen halten sie für unverzichtbar als „bessere Alternative“. Die private Krankenversicherung (PKV) selbst sieht sich nach schwierigen Zeiten im Aufwind: Im Jahr 2019 wechselten wieder mehr Menschen von der GKV in die PKV als umgekehrt. Das teilte der PKV-Verband mit. Der Effekt habe sich nach 2018 noch verstärkt. „Die PKV hat also nach einigen schwächeren Jahren ganz offenbar die Trendwende geschafft“, sagte Verbandsdirektor Florian Reuther. Aus Verbandssicht ist die Pflege ein wichtiges Thema für 2020. Mit einem Konzept für einen neuen Generationenvertrag will die PKV für einen fairen Ausgleich zwischen Älteren und Jüngeren sorgen und das Pflegesystem finanziell stärken. In der Großen Koalition beklagen die Versicherer eine Neigung, „die Finanzierung von Infrastruktur pauschal auf die Krankenversicherung zu verlagern“. Es sei viel gerechter, diese Maßnahmen von allen Steuerzahlern entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit tragen zu lassen, so Reuther. Vorschläge der PKV zur Glättung der Beiträge würden von Verbraucherschützern unterstützt, scheiterten jedoch bislang an einer Blockadehaltung der SPD. Dasselbe gelte für die Forderung, den PKV-Standardtarif wieder für alle Privatversicherten als Sozialtarif zu öffnen.
Quelle: äz, jh


Aus dem Verband:


Ich will zurück nach Westerland ...


... dann auf zum 15. Praxis-Ökonomie-Kongress! Der Freie Verband lädt vom 21. bis 23. Mai 2020 ein auf die Nordseeinsel Sylt. Das Motto in diesem Jahr:“ Willkommen in der digitalen Welt“. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, auch in der Zahnarztpraxis nicht. Die erste Zahnarztpraxis der Zukunft wurde in Düsseldorf eröffnet. Alles was heute möglich ist, wird dort digital angewandt. Sicher ist, nicht alles ist auf die „Normalpraxis“ übertragbar. Die Frage ist, wo und wie kann die Digitalisierung medizinische, technische, administrative, betriebswirtschaftliche und steuerliche Praxisabläufe einfacher machen? Lassen Sie sich auf den neuesten Stand bringen. Veranstaltungsort ist das Congress Centrum Sylt in Westerland. Das detaillierte Programm zum 15. Praxis-Ökonomie-Kongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de/sylt einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 0) anfordern und sich auch gleich anmelden.
red


Auch das noch:


Kanada: Ärzte warnen vor Hasch-Keksen


Es ist ein beliebtes Topic in Spielfilmen: Die Oma, die aus Versehen Hasch-Kekse backt (oder serviert) und die Familie (oder den Opa) in Verzückung versetzt. Harmlos ist das allerdings keineswegs, wie jetzt kanadische Ärzte betonten. Sie wiesen im „Canadian Medical Association Journal“ auf diverse Risiken von „Cannabis Edibles“ hin, die in Kanada legalisiert wurden. So könne es bis zu vier Stunden dauern, bis Effekte der mit der Droge versetzten Kekse, Kuchen oder Süßigkeiten überhaupt wahrgenommen würden. Zugleich könnten die Effekte bis zu acht Stunden anhalten, erklärten Jasleen Grewal und Lawrence Loh von der Universität Toronto. Außerdem bestehe das Risiko, dass Kinder solche Produkte versehentlich essen. Bei Jugendlichen in Kanada sind Cannabis Edibles beliebt als Schlafmittel, Stimmungsaufheller und Angstlöser – weniger bekannt sind negative Effekte des Langzeitgebrauchs wie Panikattacken, Psychosen oder Hyperemesis. Die medizinische Nutzung von Cannabis ist in Kanada seit 2001 legal, seit 2018 ist der Gebrauch als Rauschmittel ab einem Alter von 19 Jahren legalisiert.
Quelle: äz, jh

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