Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.671 Tage

 


Der Themen dieser Ausgabe:
   

  • BV: Programmatik festgezurrt
  • Petition 98780: Zeichnungsfrist endet am 16. Januar
  • Grüne: Neuer Anlauf für Härtefallfonds
  • PKV: Wieder mehr Zulauf
  • Ökonomie-Kongress: Ich will zurück nach Westerland
  • Kanada: Ärzte warnen vor Hasch-Keksen


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


BV: Programmatik festgezurrt


Klausurtagungen am Anfang eines Jahres haben gute Tradition in der Politik. Wie die Parteien hat sich auch der Bundesvorstand (BV) des Freien Verbandes am vergangenen Wochenende zu einem intensiven Austausch zurückgezogen, um über Ziele und Programmatik des im Oktober gewählten und auch personell neu aufgestellten BV zu beraten. Im Mittelpunkt seiner Arbeit wird weiterhin die politische Vertretung zahnärztlicher Interessen stehen. Diese Arbeit wurde in den vergangenen Jahren intensiviert – auch auf europäischer Ebene. Als Reaktion auf den steigenden Einfluss Europas auf die unterschiedlichsten Bereiche der Berufsausübung im deutschen Gesundheitswesen, setzt der BV auf eine deutliche Verstärkung der Europaarbeit, um künftige Entwicklungen möglichst frühzeitig politisch begleiten zu können. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt wird in der Weiterentwicklung von Modellen und Beratungskompetenz in Fragen der Berufsausübung und des Generationenwechsels in den Praxen liegen. Dafür soll die Mitgliederkommunikation intensiviert werden. Auch hierfür wurden im Hinblick auf den Generationenwechsel und angesichts neuer Kommunikationsformen diverse Modelle angedacht. Ein Schwerpunkt neben der politischen und fachlichen Kompetenz bleibt die Ökonomie. Derzeit beschäftigt sich eine Projektgruppe intensiv mit dem Thema „Gebührenordnung“. Sollten die Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Gebühren-Kommission demnächst veröffentlicht werden und in Richtung einer Vereinheitlichung von gesetzlicher und privater Gebührenordnung gehen, will der FVDZ mit Alternativvorschlägen gewappnet sein. „Der FVDZ hat ein großes Angebot, wir können in vielerlei Hinsicht Beratung und Unterstützung einbringen“, betonte die stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende Gudrun Kaps-Richter. Für den Bundesvorsitzenden Harald Schrader hat sich die Struktur der Projektgruppenarbeit innerhalb der Gremien inzwischen bewährt. „Wir entwickeln immer wieder Leuchtturmprojekte, die dann zum Vorbild genommen werden können – der freie Verband ist ein lernendes System.“
sas


Petition 98780: Zeichnungsfrist endet am 16. Januar


Der Text ist kurz und nach den aktuellen Pannen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ePA) selbsterklärend: „Der Bundestag möge beschließen, dass Patienten keine Nachteile erleiden dürfen, die ihre Daten nicht in elektronischen Patientenakten (ePA) auf zentralen Servern außerhalb der Praxen speichern lassen wollen. Die Telematik-Infrastruktur (TI) für Ärzte und Psychotherapeuten sowie die Nutzung der ePA für Ärzte und Patienten müssen freiwillig sein. Strafen gegen Ärzte und Psychotherapeuten, die sich nicht an die TI anschließen lassen, dürfen nicht verschärft, sondern müssen abgeschafft werden.“ Erst kurz vor Weihnachten wurde die Petition 98780 online gestellt. Aktuell (Stand Sonntag 20 Uhr) gibt es knapp 16.000 Unterzeichner - das notwendige Quorum, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Anliegen beschäftigt, beträgt 50.000. Die Zeichnungsfrist endet am 16. Januar (https://epetitionen.bundestag.de). Angesicht von Installationsproblemen, Sicherheitslecks, Lieferschwierigkeiten und fehlender Datenschutz-Folgenabschätzung hält die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) die Bestrafung von Praxen mit Honorarabzügen für  unverantwortlich. In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) heißt es: „Wer sich nicht an die TI anbindet, verhält sich nach § 291 SGB V gesetzeswidrig und erhält einen Honorarabzug. Wer sich anbindet, verhält sich nach Art. 26 DSGVO gesetzeswidrig, und ihm droht eine Geldbuße. Wir hatten Sie dazu am 7. November 2019 angeschrieben und warten bis heute auf eine Antwort, wie dieser Konflikt aufgelöst werden kann.“
In der jetzigen Situation sei es kaum möglich, hochsensible Patientendaten und das vertrauliche Arzt-Patienten-Verhältnis wirkungsvoll zu schützen. Die vom Chaos Computer Club aufgedeckten eklatanten Sicherheitsmängel müssten ernst genommen werden und Konsequenzen haben.
Quelle: änd, jh


Grüne: Neuer Anlauf für Härtefallfonds


Die Grünen haben einen erneuten Anlauf gestartet, Beweiserleichterungen und einen Härtefallfonds für die Opfer von Behandlungsfehlern einzuführen. Neben erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen kämen bei medizinischen Behandlungsfehlern häufig auch mentale und finanzielle Belastungen für die Betroffenen hinzu. Aufgrund erheblicher Hürden könnten ihre Ansprüche jedoch nur schwer geltend gemacht werden. Beklagt wird u.a. der nach aktueller Rechtslage erforderliche Nachweis, dass der Behandlungsfehler die Ursache für den erlittenen Schaden gewesen ist. Dieser Nachweis sei oft schwer möglich. Ein Härtefallfonds könne denjenigen helfen, „die im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung, einschließlich der Geburt, einen schweren gesundheitlichen Schaden erlitten haben, bei dem aber letztlich, trotz konkreter Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler, ein eindeutig zuzuordnender Fehler oder dessen Kausalität für den eingetretenen Schaden nicht nachweisbar ist“, heißt es im Antrag der Grünen. Der Fonds solle für schnelle und unbürokratische Hilfen bei Härtefällen sorgen. Darüber hinaus wird ein bundesweites Monitoring gefordert, um Transparenz über Zahl und Ursachen von Behandlungsfehlern herzustellen.
Quelle: äz, jh


PKV: Wieder mehr Zulauf


Die einen wollen sie ganz abschaffen, die anderen halten sie für unverzichtbar als „bessere Alternative“. Die private Krankenversicherung (PKV) selbst sieht sich nach schwierigen Zeiten im Aufwind: Im Jahr 2019 wechselten wieder mehr Menschen von der GKV in die PKV als umgekehrt. Das teilte der PKV-Verband mit. Der Effekt habe sich nach 2018 noch verstärkt. „Die PKV hat also nach einigen schwächeren Jahren ganz offenbar die Trendwende geschafft“, sagte Verbandsdirektor Florian Reuther. Aus Verbandssicht ist die Pflege ein wichtiges Thema für 2020. Mit einem Konzept für einen neuen Generationenvertrag will die PKV für einen fairen Ausgleich zwischen Älteren und Jüngeren sorgen und das Pflegesystem finanziell stärken. In der Großen Koalition beklagen die Versicherer eine Neigung, „die Finanzierung von Infrastruktur pauschal auf die Krankenversicherung zu verlagern“. Es sei viel gerechter, diese Maßnahmen von allen Steuerzahlern entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit tragen zu lassen, so Reuther. Vorschläge der PKV zur Glättung der Beiträge würden von Verbraucherschützern unterstützt, scheiterten jedoch bislang an einer Blockadehaltung der SPD. Dasselbe gelte für die Forderung, den PKV-Standardtarif wieder für alle Privatversicherten als Sozialtarif zu öffnen.
Quelle: äz, jh


Aus dem Verband:


Ich will zurück nach Westerland ...


... dann auf zum 15. Praxis-Ökonomie-Kongress! Der Freie Verband lädt vom 21. bis 23. Mai 2020 ein auf die Nordseeinsel Sylt. Das Motto in diesem Jahr:“ Willkommen in der digitalen Welt“. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, auch in der Zahnarztpraxis nicht. Die erste Zahnarztpraxis der Zukunft wurde in Düsseldorf eröffnet. Alles was heute möglich ist, wird dort digital angewandt. Sicher ist, nicht alles ist auf die „Normalpraxis“ übertragbar. Die Frage ist, wo und wie kann die Digitalisierung medizinische, technische, administrative, betriebswirtschaftliche und steuerliche Praxisabläufe einfacher machen? Lassen Sie sich auf den neuesten Stand bringen. Veranstaltungsort ist das Congress Centrum Sylt in Westerland. Das detaillierte Programm zum 15. Praxis-Ökonomie-Kongress können Sie auf der Verbandswebsite unter www.fvdz.de/sylt einsehen oder bei der FVDZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 0228 – 8557 0) anfordern und sich auch gleich anmelden.
red


Auch das noch:


Kanada: Ärzte warnen vor Hasch-Keksen


Es ist ein beliebtes Topic in Spielfilmen: Die Oma, die aus Versehen Hasch-Kekse backt (oder serviert) und die Familie (oder den Opa) in Verzückung versetzt. Harmlos ist das allerdings keineswegs, wie jetzt kanadische Ärzte betonten. Sie wiesen im „Canadian Medical Association Journal“ auf diverse Risiken von „Cannabis Edibles“ hin, die in Kanada legalisiert wurden. So könne es bis zu vier Stunden dauern, bis Effekte der mit der Droge versetzten Kekse, Kuchen oder Süßigkeiten überhaupt wahrgenommen würden. Zugleich könnten die Effekte bis zu acht Stunden anhalten, erklärten Jasleen Grewal und Lawrence Loh von der Universität Toronto. Außerdem bestehe das Risiko, dass Kinder solche Produkte versehentlich essen. Bei Jugendlichen in Kanada sind Cannabis Edibles beliebt als Schlafmittel, Stimmungsaufheller und Angstlöser – weniger bekannt sind negative Effekte des Langzeitgebrauchs wie Panikattacken, Psychosen oder Hyperemesis. Die medizinische Nutzung von Cannabis ist in Kanada seit 2001 legal, seit 2018 ist der Gebrauch als Rauschmittel ab einem Alter von 19 Jahren legalisiert.
Quelle: äz, jh

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GOZ-Punktwertuhr:  11.695 Tage

 

Themen dieser Ausgabe:

  • 36C3: Arztausweis an der Käsetheke
  • Zytostatika-Betrug: MVZ-Gründung als Umgehungsstrategie
  • 2020: Das Tempo bleibt hoch
  • Digitale Angebote: Kein „Hype“ zu erwarten
  • Katerforschung: Bourbon oder Wodka?



Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


36C3: Arztausweis an der Käsetheke


Der 36ste Chaos Communication Congress (36C3) des Chaos Computer Clubs (CCC) schaffte es diesmal in die Primetime aller Nachrichten: An den Arztausweis, der den Zugang zur schönen neuen Welt der Gesundheitsdaten ermöglicht, kommt praktisch jeder. Verblüffend für die Profi-Hacker: Es muss noch nicht mal irgendwas gehackt werden. Sie nutzten lediglich Lücken im Bestellprozess der Karten. So konnten sie Ausweise besorgen, indem sie sich als Ärzte ausgaben und die Ausweise an falsche Adressen liefern ließen (in diesem Fall tatsächlich an eine Käsetheke). Es gebe keine Stelle, die mit Sicherheit wisse, wo sich die ausgegebenen 115.000 Praxisausweise aktuell befinden - bei einem Arzt oder einem Kriminellen, sagte dazu Martin Tschirsich vom CCC. Daher müsse geprüft werden, ob die Karten gesperrt werden müssten oder ob eine Reidentifikation der Karteninhaber in Betracht käme. Die vom Bundesgesundheitsministerium beherrschte gematik erklärte dazu, eine „pauschale Kartensperre“ sei nicht erforderlich. Man werde zusammen mit den Kartenherausgebern prüfen, ob die gefundenen Schwachstellen bereits ausgenutzt wurden. Aktuell seien aber keine Gesundheitsdaten in Gefahr, weil sich die Telematikinfrastruktur (TI) noch im Aufbau befinde. Die unzureichenden Authentifizierungsmechanismen von elektronischer Gesundheitskarte und Heilberufeausweis sollen allerdings schon seit 2004 bekannt sein. Mitte Dezember haben gematik und Bundesnetzagentur die Kartenanbieter angewiesen, vorübergehend keine Praxisausweise mehr auszugeben. Die Kartenherausgeber wurden außerdem zu einem Treffen im Januar eingeladen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Beantragungs- und Herausgabeprozesse zu diskutieren. Man will auch auf den CCC zugehen, um die Sicherheit der TI zu optimieren. Noch kurz vor Weihnachten hatte gematik-Chef Markus Leyck erklärt, er sei zuversichtlich, dass der Zeitplan für die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) einzuhalten sei. Die aufgedeckten Schwachstellen bezeichnet die gematik als „nicht hinnehmbar“. Der ePA- Starttermin wankt auch deshalb, weil Innerhalb der Koalition unterschiedliche Auffassungen zum  Datenschutz bestehen. So sollen das Bundesjustizministerium, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Bundesdatenschutzbeauftragte strengere Datenschutzregelungen fordern als vom BNG vorgesehen. Quelle: handelsblatt, jh


Zytostatika-Betrug: MVZ-Gründung als Umgehungsstrategie


Bei einer Großrazzia in Hamburg durchsuchten im Dezember mehr als 400 Polizisten die Räume der Firma ZytoService und etliche Arztpraxen, insgesamt 57 Objekte. Der Marktführer für die Herstellung von Infusionen zur Krebstherapie soll Ärzte bestochen haben, um im Gegenzug Rezepte für die Medikamente zu erhalten. Daneben soll ZytoService über ein verflochtenes Firmenkonstrukt Arztpraxen aufgekauft und anschließend in Medizinische Versorgungszentren (MVZ) umgewandelt haben. Die angestellten Ärzte leiteten dann die Rezepte für Infusionen von Krebsarzneien exklusiv an ZytoService weiter. Im Gegenzug sollen Ärztinnen und Ärzte neben Kickback-Zahlungen in Höhe von mehr als 500.000 Euro auch rückzahlungsfreie Darlehen, Nutzung luxuriöser Fahrzeuge oder anderweitige geldwerte Zuwendungen" wie Praxiseinrichtungen erhalten haben. Die Berechtigung zur Gründung von MVZ erkaufte sich die Firma durch die bekannte Strategie der Übernahme eines Krankenhauses, in diesem Fall der "Stadtteilklinik" in Hamburg-Mümmelmannsberg. Das Haus mit 15 Betten hat selbst gar keine onkologische Abteilung, gründete aber 2014 bundesweit 15 MVZs. Inhaber dieser Klinik ist wiederum der Mutterkonzern von ZytoService, die Alanta Health Group. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um einen Umgehungstatbestand, um Verbotsregelungen zu unterlaufen. Zum Hintergrund: Die strikte Trennung der ärztlichen Tätigkeit und des Verkaufs von Medikamenten (das Dispensierverbot für Ärzte) besteht bereits seit dem Mittelalter. Es geht auf das so genannte „Edikt von Salerno“ des Stauferkaisers Friedrich II, der damit im Jahr 1231 die Berufe Arzt und Apotheker erstmals gesetzlich trennte. Quelle: ard, jh


2020: Das Tempo bleibt hoch


Auch 2020 wird weiter munter reformiert. So bekommt das Bundesversicherungsamt (BVA) einen neuen Namen: Es heißt jetzt Bundesamt für Soziales (BAS). Die BAS-Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten und Unfallversicherer ist zuständig für den Gesundheitsfonds, den Risikostrukturausgleich, die Zulassung von Chronikerprogrammen und den Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung. Mit dem Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz (GKV-FKG) sollen der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) und die Organisationsstrukturen der gesetzlichen Krankenkassen reformiert werden. So wird eine Regionalkomponente eingeführt und es sollen Manipulationen bei der Kodierung (das „up-coding“) unterbunden werden. Die Strukturen des GKV-Spitzenverbandes werden neu geordnet und ein neuer Lenkungs- und Koordinierungsausschuss mit zehn Vorstandsmitgliedern der Krankenkassen geschaffen. Zweite und dritte Lesung des GKV-FKG sind für den 13./14. Februar vorgesehen. Am 01. März tritt die Masernimpfpflicht in Kraft. Missachtung bei Kita- und Schulkindern kann Geldstrafen bis zu 2.500 Euro und Ausschluss vom Kita-Besuch zur Folge haben. Das Gesetz bringt auch den digitalen Impfausweis und berechtigt Apotheker, Grippeschutz-Impfungen bei Erwachsenen vorzunehmen. Angekündigt ist ein Gesetz zur Notfallversorgung. Kliniken und KVen sollen gemeinsam Integrierte Notfallzentren (INZ) an Krankenhäusern betreiben. Bestehende Bereitschaftsdienstpraxen werden in die INZ überführt. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär. Mit einem weiteren Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG II) soll die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben werden. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte Minister Spahn ein eigenes Datenschutzgesetz zur Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) angekündigt. Quelle: änd, jh


Digitale Angebote: Kein „Hype“ zu erwarten


Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), erwartet keinen Run auf neue digitale Angebote wie Gesundheits-Apps auf Rezept. Auch in Sachen elektronische Patientenakte fällt seine Erwartung nüchtern aus. Bei elektronischen Patientenakten sei der Nutzen für Ärzte begrenzt. „Patienten haben das Recht, Daten für einen Arzt unsichtbar zu stellen, was völlig in Ordnung ist.“ Aus der Akte könne daher aber auch keine Haftung für den Arzt entstehen. „Anfang Januar gehen immer die Anmeldezahlen in Fitnessstudios hoch, weil sich viele zu Silvester mehr Sport fürs neue Jahr vornehmen. So könnte es bei manchen Apps auch sein: Nach acht Wochen guckt keiner mehr drauf, bis auf einen eher kleineren Kreis von Patienten, die das wirklich nutzen.“ Es gebe sehr viele Angebote, aber nur die allerwenigsten erfüllten die Anforderungen an ein Medizinprodukt. Wichtig sei zudem, dass verordnungsfähige Apps wie Medikamente im Praxissystem abrufbar sind. Zur elektronischen Patientenakte sagte Gassen: „Es wird junge EDV-affine Patienten geben, die die digitale Akte in größerem Umfang nutzen – und andere, die sagen, das interessiert mich nicht. Man kann sich schwer vorstellen, dass viele über 75-Jährige ihren Fokus auf die E-Akte legen, wenn sie seit 20 Jahren zu ihrem Hausarzt gehen, der ohnehin weiß, was bei ihnen anliegt. Quelle: änd, jh


Auch das noch:


Katerforschung: Bourbon oder Wodka?


Der Tipp kommt für diesen Jahreswechsel zu spät, aber nach Silvester ist bekanntlich vor Silvester: Bourbon verursacht einen heftigeren Kater als Wodka. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden. Ursache ist der 37-fach höhere Anteil an so genannten Kongeneren im amerikanischen Whiskey - das sind Substanzen, die bei der Fermentation entstehen und zum Geschmack beitragen. Schon vor einiger Zeit hat der Mediziner Kai Hensel an der Universität Witten/Herdecke experimentell nachgewiesen, dass die Formel „Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir" ins Reich der Fabel gehört. Seine Studienteilnehmer hatten an zwei Abenden zunächst nur Wein oder Bier getrunken und wechselten bei 0,5 Promille dann auf das jeweils andere Getränk. Für den Kater am Morgen danach macht das offenbar keinen Unterschied - zumindest wenn man Weißwein und Lagerbier trinkt. Bemühungen, die Nebenwirkungen des Alkohols einzudämmen, gibt es schon sehr lange. Der britische Medizinhistoriker Vivian Nutton entdeckte auf einem fast 2000 Jahre alten Papyrus, dass sich schon die alten Ägypter eine Kranz aus Torfgränke (einem Strauch) um den Hals legten, um „trunkene Kopfschmerzen" zu bekämpfen. Koreanische Forscher verabreichten jungen Männern zunächst Whiskey und dann eine Wasserlösung mit rotem Ginseng; die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo. Bei der Ginseng-Gruppe verringerte sich der Alkoholgehalt im Blut deutlich schneller - und damit auch das Risiko für einen Kater. Indische Wissenschaftler führten jüngst In-vitro-Tests zum Abbau von Alkohol durch Enzyme aus Lebensmitteln durch. Ergebnis: Ein Mix aus Birne, Limettensaft und Kokosnusswasser wirkt. Eine Beimischung von Gurke und Tomate könne den Effekt sogar noch verstärken, heißt es - schmecke aber nicht.
Quelle: welt, jh   
  

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

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GOZ-Punktwertuhr:  11.666 Tage




Die Themen dieser Ausgabe:

  • FVDZ-Bundesvorstand: Schwere Brocken auf der Agenda
  • KBV-VV: Gegen Einheitsgebührenordnung
  • IT-Sicherheit: Die Bedrohung wächst
  • Patienten verwechselt: Hohe Geldbuße
  • FVDZ-Winterkongress: Schladming ruft!
  • BSG: Zulassungsentzug nicht nachträglich heilbar


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


FVDZ-Bundesvorstand: Schwere Brocken auf der Agenda


Wenn sich der Erweiterte Bundesvorstand (EV) des Freien Verbandes kurz vor Weihnachten zu seiner Sitzung in München trifft, stehen meist noch mal ein paar schwere Brocken auf der Tagesordnung. In diesem Jahr waren das die Digitalisierung, die Gebührenordnung und die Berufsausübung der Zukunft. Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) wird Anfang 2020 in Kraft treten und soll nach dem Willen des Gesetzgebers noch mehr Druck auf die Beteiligten ausüben, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Der FVDZ steht der Digitalisierung grundsätzlich offen gegenüber, hat aber noch einmal deutlich die roten Linien aufgezeigt: Der Patient muss Souverän seiner Daten sein, die Verantwortung des Arztes oder Zahnarztes für die Gesundheitsdaten seiner Patienten endet ganz klar am Konnektor zur Telematikinfrastruktur und Sanktionspolitik mit Strafmaßnahmen kann kein Mittel zur vertrauensvollen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sein. Dies sind die Maßstäbe, die der Verband auch an das nächste Digitalisierungsgesetz (DVG 2) legt, das bereits für Januar erwartet wird. Weiterer Schwerpunkt war das Thema „Angemessene Honorierung zahnärztlicher Leistungen - mit GOZ oder ohne?“. Eine Einführung in die Thematik und die verzwickte Problemlage gab als Gast der Sitzung der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Peter Engel. Derzeit würden in den zuständigen Gremien verschiedene Handlungsoptionen diskutiert. Es gebe aber noch kein schlüssiges Konzept, wie der Stillstand des GOZ-Punktwertes (heute gilt er 11.666 Tage) überwunden werden könne, so Engel. Zumal Anfang nächsten Jahres der Bericht der von der Bundesregierung eingesetzten „Gemeinsamen Kommission zur Weiterentwicklung und Anpassung der GOÄ“ erwartet wird und auch die mögliche Novellierung der Gebührenordnung der Ärzte ihre Schatten voraus wirft. Für den Freien Verband ist die Zeit der GOZ längst abgelaufen (Stichwort: „Gebührenordnung Ohne Zukunft“). Es gebe mehr als nur dringenden Reformbedarf, stellte Bundesvorstandsmitglied Christian Öttl fest. Eine Projektgruppe wird sich daher mit der Frage beschäftigen, wie eine „ökonomisch kalkulierte und mit Gewinn ausgestattete Honorierung“ aussehen könnte – und das „ganz ohne Denkverbote“, wie Öttl betonte. Drittes Thema war die „Berufsausübung der Zukunft“. Hartmut Ohm (Vorstand der bayerischen Genossenschaft ABZ) und Frank Wuchold (zuständiges Bundesvorstandsmitglied) brachten den EV auf den Stand der Dinge zur geplanten Dienstleistungs- und Betreibergenossenschaft des FVDZ. Einig waren sich die Referenten vor allem in zwei Punkten: Es gibt nicht das eine Genossenschaftsmodell, dass für alle Bereiche und Regionen passt – und es ist viel Überzeugungsarbeit notwendig, um den Kollegen das Konzept Genossenschaft und dessen Vorteile schmackhaft zu machen. Das Engagement zur Implementierung neuer Modelle macht der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader deutlich: „Wir sind von der Überlegenheit der freiberuflichen Selbstständigkeit in der zahnärztlichen Versorgung überzeugt und alles, was junge Kolleginnen und Kollegen in die Freiberuflichkeit und möglichst in die Selbstständigkeit bringt, werden wir unterstützen. Die Modelle ergänzen bestehende Möglichkeiten und dienen der Stärkung im Wettbewerb mit anderen Versorgungsformen.“
sas, jh


KBV-VV: Gegen Einheitsgebührenordnung


Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen hat sich auf der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) klar gegen eine Einheitsgebührenordnung für gesetzliche und private Krankenversicherung positioniert. „Die beiden Systeme zu vereinheitlichen wäre ein extrem schwieriger Akt. Der Spagat ist kaum auflösbar“, sagte Gassen. Mit Blick auf die Geheimniskrämerei um die BMG-Kommission zur Reform der ärztlichen Vergütung erklärte er: „Keiner darf irgendetwas erfahren, es ist extrem klandestin“.
Drei Szenarien seien dabei denkbar: Entweder würden nur nachweislich wirksame Therapien bezahlt werden, dann blieben Innovationen auf der Strecke. Oder alles werde finanziert, dann sei aber eine unendliche Geldmenge nötig, oder es drohe noch stärkere Quotierung. Die dritte Möglichkeit sei die englische Variante: Alles werde bezahlt, aber nicht immer und nicht für jeden. „Das ist dann Zwei-Klassen-Medizin in der Hardcore Variante“, so Gassen. Der KBV-Chef plädierte für den Erhalt des dualen Systems, um „das Beste aus zwei Welten“ zusammenzuführen. Dazu müssten Hürden abgebaut werden, um den Versicherten mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, bspw. durch Zusatztarife bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Gegenzug könnte die PKV eine Grundsicherung ohne Gesundheitsprüfung auf dem Niveau der GKV anbieten. Auf jeden Fall vereinheitlicht werden müssten die Vergütungen der Leistungen im ambulanten und stationären Bereich.
Quelle: änd, jh


IT-Sicherheit: Die Bedrohung wächst


Der IT-Sicherheitsdienstleister Kaspersky hat vor einer zunehmenden Bedrohung medizinischer Einrichtungen gewarnt: Jeder fünfte Computer sei in diesem Jahr bereits Opfer einer Hacker-Attacke gewesen – und das sei erst der Anfang, prophezeit das Unternehmen in einem aktuellen „Security Bulletin“. In einer Zeit, in der die medizinische Infrastruktur zahlreiche Geräte umfasse, die mit dem Internet verbunden sind, könne dabei das Leben von Patienten auf dem Spiel stehen. Nach Recherchen des Unternehmens würden Patientendaten im Darknet zum Teil bereits teurer als Kreditkartendaten gehandelt. Das eröffne neue Betrugsmethoden: Denn mit sensiblen medizinischen Informationen sei es einfacher Betroffene und Angehörigen zu betrügen. Ein Zugang zu Patientendaten ermögliche zudem nicht nur deren Diebstahl, sondern die Fälschung solcher Daten – „mit möglicherweise tödlichen Folgen“, warnt Kaspersky. Das Unternehmen rechnet vor allem mit Cyberangriffen auf Geräte medizinischer Einrichtungen in Ländern, die am Anfang des Digitalisierungsprozesses ihres Gesundheitswesens stehen, z.B. Ransomware-Attacken gegen Krankenhäuser in Entwicklungsländern. Auch werde es vermehrt zu Attacken auf medizinische Forschungsinstitute und Pharmaunternehmen kommen.
Quelle: änd, jh


Patienten verwechselt: Hohe Geldbuße


Die Uni-Klinik Mainz muss eine Geldbuße von 105.000 Euro zahlen, weil Patientendaten an Unbefugte verschickt wurden. Bei der Aufnahme eines Patienten sei es zu einer Verwechslung gekommen und im Zusammenhang damit zu mehreren Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung, so der Landesdatenschutzbeauftragte. Durch Fehler beim Patientenmanagement kam es zu einer falschen Rechnungsstellung. Das Büro des Datenschutzbeauftragten (LfDI) erklärte, das Krankenhaus bemühe sich nun, das Datenschutzmanagement zu verbessern. Vorrangiges Ziel sei es, "bestehende Defizite abzustellen und den Datenschutz zu verbessern" Geldbußen seien dabei ein Instrument unter mehreren.
Quelle: äz, dpa, jh


Aus dem Verband:


FVDZ-Winterkongress: Schladming ruft!


Der Freie Verband lädt zum 52. Zahnärzte Winterkongress nach Schladming in der österreichischen Steiermark: 23. bis 28. Februar 2020: Von „A“ wie Akupunktur über „I“ wie Implantatchirurgie und „P“ wie Parodontitis und „V“ wie Vollkeramik und Versorgungsforschung bis „Z“ wie Zahnmedizin 2030 gibt es Vorträge und Seminare international renommierter Wissenschaftler zu allen Bereichen der Zahnmedizin für Zahnärzte und Praxismitarbeiter, Vertiefung theoretischer und praktischer Kenntnisse in speziellen Intensiv-Kursen, Dentalausstellung, berufspolitischer Vormittag und Netzwerken in den Bergen.
Das komplette Kongressprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung unter https://www.fvdz.de/schladming oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Fragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an Melanie Gassen, Tel.: 0228 8557-51.


Auch das noch:


BSG: Zulassungsentzug nicht nachträglich heilbar


Das Bundessozialgericht (BSG) hat entscheiden, dass späteres „Wohlverhalten“ eine rechtmäßig entzogene Kassenzulassung nicht rettet (AZ B 6 KA 20/18 B). Im konkreten Fall hatte ein niedergelassener Arzt aus Nordrhein seine Fortbildungspflichten gem. SGB V nicht erfüllt. Auch Honorarkürzungen und eine Geldbuße führten nicht zur Verhaltensänderung, so dass schließlich die vertragsärztliche Zulassung entzogen wurde. Der Arzt verwies in seiner Klage auf schwierige private Umstände und darauf, dass er die geforderten Fortbildungen weitgehend nachgeholt habe (es fehlten 11 von 250 erforderlichen Fortbildungspunkte). Das Gericht bestätigte den Zulassungsentzug und erklärte zugleich, die Fortbildungspflicht sei im Interesse der Qualität der ärztlichen Versorgung nicht zu beanstanden.
Quelle: äz, jh

Hinweis:
Wenn Sie das FVDZ Aktuell abbestellen möchten oder uns eine neue Adresse mitteilen wollen, können Sie dies bei unserer Kollegin Karin Gönnersdorf tun:
Fax: 0228 - 345465, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bei redaktionellen Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

ehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.673 Tage

 

Themen dieser Ausgabe:

  • BMG: Spahn klopft sich auf die Schulter
  • Altersvorsorge: FDP fordert Flexibilität
  • Thüringen: Ramelow setzt auf Genossenschaften
  • IG-Med: Nur Stecker ziehen ist sicher
  • Mehr Handys: Mehr Kopfverletzungen


Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


BMG: Spahn klopft sich auf die Schulter


Zum Jahresende hat das Bundesgesundheitsministerium auf mehreren Seiten die ab 2020 geltenden Neuregelungen im Bereich Gesundheit und Pflege aufgelistet. Man habe in 20 Monaten 20 Gesetze auf den Weg gebracht, um „unser Gesundheitssystem fit zu machen für die 20er Jahre“, so Minister Jens Spahn. Gesundheit gehe alle an. Deswegen müsse der Staat in diesem lebenswichtigen Bereich funktionieren. Hervorgehoben wird u.a.,
dass Patienten 24/7 über die Telefonnummer 116 117 schneller Arzttermine bekommen,
dass die Personalkosten für die Pflege im Krankenhaus separat von den Kostenträgern finanziert werden,
dass Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen zusätzliche jährliche Zuschüsse erhalten,
dass Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen eingeführt werden,
dass Leiharbeit im Krankenhaus nur noch bis zur Höhe des Tariflohns vergütet wird,
dass keine Vermittlungsprovisionen für Leihpersonal finanziert werden,
dass die Ausbildungen in der Kranken-, Alten- und Kinderpflege zu einer kostenfreien generalistischen Ausbildung mit der Möglichkeit zur Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr zusammengeführt werden,
dass digitale Anwendungen (Diabetes-Tagebücher oder Blutdruck-Apps) verschrieben werden können,
dass Krankenkassen Angebote zur Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz machen können,
dass Ärzte im Internet über ihre Videosprechstunde informieren dürfen,
dass der freiwillige Beitritt zu einer gesetzlichen Krankenkasse elektronisch erfolgen kann,
dass Wahlleistungen im Krankenhaus elektronisch vereinbart werden können,
dass die elektronische Verordnung für Heil- und Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege erprobt werden kann,
dass die Abrechnungsdaten pseudonymisiert zusammengefasst und der Forschung in Form von anonymisierten Ergebnissen zugänglich gemacht werden,
dass der Innovationsfonds bis 2005 mit 200 Millionen Euro jährlich verlängert wird,
dass die Selbstverwaltung IT-Sicherheitsstandards festschreiben muss, um die Sicherheit nachhaltig zu erhöhen,
dass die Medizinischen Dienste von den Kassen unabhängige Körperschaften des öffentlichen Rechts werden,
dass ein Implantateregister aufgebaut wird,
dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) neue Behandlungsmethoden schneller bewerten muss,
dass Hebammen künftig zum Bachelor ausgebildet und während des Studiums vergütet werden,
dass der Not- und Nachtdienst in den Apotheken besser vergütet wird,
dass die Zuschläge bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (16 auf 21 Cent) sowie Betäubungsmitteln und anderen dokumentationsaufwändigen Arzneimitteln (2,91 auf 4,26 EUR) angehoben werden,
dass pflichtversicherte Betriebsrentner bei den Krankenkassenbeiträgen entlastet werden,
dass Organisationen der gesundheitlichen Selbsthilfe eine höhere Förderung erhalten,
dass digitale Anwendungen in der gesundheitlichen Selbsthilfe verstärkt gefördert werden,
dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent angehoben wird,
dass die Krankenkassen zum schrittweisen Abbau überschüssiger Finanzreserven verpflichtet werden.
Quelle: bmg, jh


Altersvorsorge: FDP fordert Flexibilität


In der Diskussion um staatlichen Zwang zur Altersicherung hat die FDP Wahlfreiheit für Selbstständige gefordert. „Die Art und Weise, wie Selbstständige vorsorgen, können sie am besten selbst bestimmen – und nicht Hubertus Heil oder andere Politiker“, sagte FDP-Rentenexperte Johannes Vogel. Bundesarbeitsminister Heil (SPD) plant eine gesetzliche Pflicht zur Altersvorsorge. Die FDP fordert „Fairness für Selbstständige“. Eine faktische Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung mit nur wenigen Ausnahmen sei der falsche Weg. „Selbstständige entscheiden viele wesentlichen Fragen anders als Angestellte in unternehmerischer Freiheit selbst, das sollte auch für die Art der Altersvorsorge gelten.“ Sie sollten (anders als heute) auch die Riester-Förderung nutzen können, fordert Vogel. Die Koalition verschlafe die durch den Wandel der Arbeitswelt notwendigen Gestaltungsaufgaben, wie die Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes und des Rentensystems. Es fehle ein Arbeits- oder ein Wirtschaftsminister, der sich für Selbstständige und Gründerinnen und Gründer einsetzt.
Quelle: dpa, jh


Thüringen: Ramelow setzt auf Genossenschaften


Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) hat neue Modelle der medizinischen Versorgung in seinem Bundesland angekündigt: u.a. sollen flächendeckend Gemeindeschwestern eingeführt und der Aufbau ärztlicher Genossenschaften unterstützt werden. Nach dem im Parlament diskutierten „Thüringen-Monitor“ kritisieren 70 Prozent der Bürger in ländlichen Regionen zu lange Wartezeiten auf einen Termin bei Fachärzten wie etwa Augenärzten oder Neurologen. Ramelow sagte, die Ängste und Sorgen mit der Gesundheitsversorgung seien ernst zu nehmen. Dazu gehöre auch die Furcht vor einer Zwei-Klassen-Medizin zu Lasten der sozial Schwächeren. Der „Thüringen-Monitor“ beschäftigte sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit Gesundheit und Pflege.
Quelle: dpa, jh


IG-Med: Nur Stecker ziehen ist sicher


Die IG Med kämpft weiter gegen den Zwangsanschluss ärztlicher Praxen an die Telematikinfrastruktur der gematik. Dazu bietet sie das Siegel "Telematikfreie Praxis" und eine Online-Suche für Patienten an: Auf der Seite www.datenschutz-ist-patientenschutz.de haben Ärzte die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen. Die gelisteten Ärzte versichern, dass die medizinischen Daten Ihrer Patienten ausschließlich innerhalb der Praxis gespeichert werden und die Datenspeicher mit einer Hardware-Firewall gegen Fremdzugriff gesichert sind. Weiter heißt es: „In diesem Portal finden Sie Ärzte, die sich dem Zwang der deutschen Sozialgesetzgebung widersetzen und trotz der Androhung von Strafzahlungen weiterhin die persönlichsten Daten Ihrer Patienten schützen“. Fehlerhafte Installation und falsche Beratung seien während der zurückliegenden Installationswellen offenbar an der Tagesordnung gewesen. Daher fürchteten IT-Experten, dass ein Großteil der an die Telematikinfrastruktur angeschlossenen Arztpraxen bei einem Hacker-Angriff wahrscheinlich „alt aussehe“. Für die Mitglieder der IG Med bleibt daher als einzige Lösung, die Daten der Patienten effektiv zu schützen, von der TI abgekoppelt zu bleiben.
Quelle: ig-med


Auch das noch:


Mehr Handys: Mehr Kopfverletzungen


Während die Diskussion um die Schädlichkeit von Handy-Strahlung für das menschliche Gehirn etwas in den Hintergrund geraten ist, wird aktuell diskutiert, wie viele neue Kraftwerke für die Einführung von 5G benötigt werden. Jetzt kommt aus den USA eine Studie, die auf ganz andere Gefahren der Nutzung des cell phones hinweist. HNO-Ärzte aus Newark haben festgestellt, dass sich die Inzidenz von Verletzungen durch Handys an Kopf und Hals innerhalb von zehn Jahren versechsfacht hat. Grundlage waren die Daten von Notaufnahmen aus 100 ausgewählten Kliniken. Gesucht wurde nach Unfällen, bei denen der Gebrauch des Handys in den Hergang vermutlich kausal involviert war, z.B. indirekt durch Ablenkung oder direkt, wenn jemand eines der Geräte an den Kopf geworfen bekam oder der Akku beim Telefonieren explodierte. Man fand zwischen 1998 und 2017 insgesamt 2500 Handy-assoziierte Verletzungen in der Datenbank. Etwa die Hälfte der Verletzungen ließ sich auf eine direkte Einwirkung der Geräte zurückführen. Kinder und Jugendliche verletzten sich hauptsächlich direkt, Erwachsene indirekt. Bei den über 65-Jährigen war Ablenkung zu 90 Prozent die Unfallursache, bei Kindern unter 13 Jahren nur zu 18 Prozent. Frauen waren unter den Opfern etwas häufiger als Männer (56 Prozent). Die Inzidenz blieb mit fünf Verletzungen auf eine Mio. Personen bis 2006 gering, stieg ab 2010 steil an und erreichte 2016 ein Maximum mit etwa 30 Verletzungen auf eine Million Einwohner. Die Empfehlung der HNO-Ärzte: Vor allem junge Menschen sollten besser darüber aufgeklärt werden, das Handy nicht während anderer Aktivitäten zu nutzen.
Quelle: äz, jh


Liebe Leserinnen, liebe Leser,


im zurückliegenden Jahr haben wir Sie in 46 Ausgaben jeweils kurz und bündig über gesundheitspolitische Themen informiert. Minister Spahn hat dabei ein Tempo vorgelegt, dass es nicht einfach machte, immer „auf Ballhöhe“ zu sein (und das wird wohl so weiter gehen - s.o.). Minister mit Entscheidungswillen und –phantasie sind natürlich viel spannender als bloße „Verwalter“, Hyperaktivität ist aber gleichermaßen eine Herausforderung für das eigene Ministerium wie die Betroffenen. Die erste Ausgabe 2020 erscheint am 07. Januar.
Bis dahin: Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und - bleiben Sie uns gewogen!
Ihre fvdz-aktuell-Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem FVDZ aktuell bieten wir Ihnen einmal in der Woche aktuelle Informationen aus dem Verband sowie aus der Gesundheits- und Standespolitik.

GOZ-Punktwertuhr:  11.652 Tage

 


Als Themen dieser Ausgabe:

  • Bundesversammlung: Wandel aktiv gestalten
  • FKG: Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb
  • BÄK: Gesundheitswesen kein Industriebetrieb
  • DKG: Zugangskontrollen nicht praktikabel
  • Sachsen: Garantie-Honorar für Notdienst
  • Auch das noch: „Klatschkasse“ in Holland

Aus der Gesundheits- und Berufspolitik:


Bundesversammlung: Wandel aktiv gestalten


Die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer hat sich zu den Kernthemen der zahnärztlichen Berufsausübung positioniert. „Die Regelungsbereiche der Gesundheitspolitik werden immer komplexer. Das schlägt mit Vorgaben, Vorschriften und Restriktionen bis zu den Kolleginnen und Kollegen im Praxisalltag durch“, erklärte BZÄK-Präsident Peter Engel. Man brauche Klarheit für die tägliche Arbeit in der Praxis und keine Einmischung fachfremder Akteure, sondern  Erleichterung von Überflüssigem. Für eine angemessene und zukunftssichere Berufsausübung gebe es weiteren Reformbedarf bei der Approbationsordnung und bei einer betriebswirtschaftlich stimmigen GOZ. Thomas Steffen, Staatssekretär im BMG, hatte zu Beginn der Versammlung die Leistungen der Zahnärzteschaft hervorgehoben: „Die deutsche Zahnmedizin gilt international als Vorbild. In keinem Land der Welt wird Karies bei Kindern so erfolgreich bekämpft wie bei uns“, so Steffen. Dominiert wurden die Diskussionen von den steigenden Herausforderungen im Berufsalltag und den nötigen Weichenstellungen, um die Zahnmedizin zukunftsfest und attraktiv für den Berufsnachwuchs zu gestalten. Für den ausgeschiedenen Thomas Breyer (jetzt Kammerpräsident in Sachsen) wählte die Bundesversammlung Kai Voss aus Schleswig-Holstein einstimmig zum Vorsitzenden der Versammlung.
Quelle: bzäk, jh


FKG: Monopolkommission fordert mehr Wettbewerb


Die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratergremium der Bundesregierung, fordert mit Blick auf das „Gesetz für einen fairen Kassenwettbewerb in der GKV“ (GKV-FKG) mehr Wettbewerb, um das Versorgungsangebot zu verbessern. Notwendig seien dafür mehr Wahltarife, Änderungen bei Hausarztverträgen und eine einheitliche Kassen-Aufsicht (mit dieser Forderung war Gesundheitsminister Jens Spahn gerade am Widerstand der Länder gescheitert). Wenn sich der Gesundheitszustand der Mitglieder besser entwickle durch  gute Präventionsarbeit, sollen die Kassen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen, schlägt die Kommission unter anderem vor. „Notwendig wäre, dass Krankenkassen mehr Möglichkeiten erhalten, ihr Leistungsangebot selbst zu gestalten, zu verbessern und Versorgungsinnovationen zu erproben“, heißt es weiter in der noch nicht veröffentlichten Stellungnahme zu Spahns geplantem Kassenwettbewerbsgesetz. Vor allem Wahltarife zur Krankenhausbehandlung hat die Kommission dabei vor Augen. Könnten Kassen mit Kliniken spezielle Verträge schließen und dann die Versicherten im Wahltarif gezielt in diese Kliniken schicken, könne die Kasse besser auf die Qualität der Versorgung achten. Generell sollten die Kassen mehr Freiheiten bei Versorgungsverträgen (auch Hausarztverträgen) bekommen. Kritisch sieht die Kommission dem Bericht zufolge, dass solche Verträge mit dem größten Verband der Hausärzte als Monopolanbieter geschlossen werden müssten
Quelle: änd, jh


BÄK: Gesundheitswesen kein Industriebetrieb


Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt hat vor wachsendem wirtschaftlichen Druck auf die Behandlung von Patienten gewarnt. „Wir wollen ein humanes Gesundheitswesen haben, das nicht so durchökonomisiert ist wie ein Industriebetrieb“, sagte der Reinhardt gegenüber dpa. Das sei unangemessen für die Versorgung von Kranken und mit dem ärztlichen Ethos nicht vereinbar. Er verwies auf zunehmend problematische Bedingungen in Krankenhäusern, die zu „Effizienzdruck“ führten. Finanzinvestoren, die medizinische Einrichtungen als Geldanlagen in den Blick nehmen, verschärften diesen Trend. Die Strukturen im Gesundheitswesen müssten zwar auch nach wirtschaftlichen Kriterien ausgerichtet sein, sie müssten aber dem berechtigten Anspruch der Erkrankten entsprechen, angemessen behandelt zu werden - „nicht nur technisch, sondern auch menschlich.“ Unzureichende Finanzierung durch die Länder führe oft dazu, dass die Krankenhausversorgung mit Methoden wie aus der Autoindustrie rationalisiert werde – mit negativen Folgen. Beim Trend zur Kommerzialisierung gehe es nicht um private Krankenhausträger oder Ärzte, die sich zu mehreren zu einer Gruppenpraxis zusammentun. Problematisch sei es aber, wenn Finanzinvestoren oder Pensionsfonds in Einrichtungen wie Medizinische Versorgungszentren (MVZ) als Kapitalanlage einsteigen, so Reinhardt.
Quelle: dpa, änd, jh


BÄK: GOÄ auf der Zielgeraden


Die Beratungen für eine neue ärztliche Gebührenordnung gehen offenbar in die Endphase. BÄK-Präsident Klaus Reinhardt und PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther äußerten sich in der letzen Woche in Berlin zuversichtlich, dass die letzte und „sehr schwierige“ Gesprächsrunde, in der unter Berücksichtigung des vereinbarten Preissteigerungs-Korridors von plus 5,2 bis plus 6,4 Prozent im Vergleich zur geltenden GOÄ eine endgültige Bepreisung gefunden werden soll, bis Anfang 2020 abgeschlossen werden kann. Allerdings ist ungewiss, ob das Bundesgesundheitsministerium das Konsensmodell aufgreifen und die Reform der GOÄ-Verordnung tatsächlich starten wird. So hatte Minister Spahn mehrfach geäußert, mit dem Koalitionspartner SPD werde dies kaum möglich sein. PKV-Chef Reuther betonte, der von BÄK und PKV vorgelegte Konsens werde ein „derartiges Eigengewicht haben, dass kein Politiker einfach daran vorbeigehen und unser Konzept in die Schublade stecken kann“.
Voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte wird die vom BMG entsprechend dem Koalitionsvertrag beauftragte Wissenschaftlerkommission ihr Gutachten zur möglichen Vereinheitlichung der Arzthonorare vorlegen. Die Bundesärztekammer erklärte dazu, politisch motivierte Experimente mit einer Einheits-Gebührenordnung würden der Realität der komplexen medizinischen Leistungen und Möglichkeiten nicht gerecht. Die zwei unterschiedlichen ärztlichen Vergütungssysteme würden sich sehr gut ergänzen. Gesundheitsökonom Professor Jürgen Wasem hatte in einem Gutachten errechnet, dass eine Vereinheitlichung der Vergütungssysteme mehr als fünf Mrd. Euro zusätzlich kosten würde.
Quelle: äz, jh


DKG: Zugangskontrollen nicht praktikabel


Nach dem tragischen Tod Fritz von Weizsäckers durch einen Messerangriff in einer Berliner Klinik hat sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gegen Zugangskontrollen in Kliniken ausgesprochen. Der Präsident der DKG, Gerald Gaß, betonte:„Die Krankenhäuser sind ein öffentlicher Raum, deren Schutz eine Herausforderung ist“. Kliniken versuchten das im Alltag „bestmöglich zu gewährleisten“. Der tödliche Messerangriff in der Charlottenburger Schlosspark-Klinik sei eine „absolute Ausnahme“, So etwas lasse sich in einer offenen Gesellschaft nie ganz ausschließen. In Krankenhäusern gebe es Schulungen für Mitarbeiter und Deeskalationstrainings. Man versuche, „Situationen frühzeitig zu erkennen und dadurch zu vermeiden“. Sicherheitsdienste kämen zum Teil in Rettungsstellen zum Einsatz. Ambulanzen, wo viele Patienten aufeinander träfen, seien Problembereiche – auch weil die Patienten teilweise selbst in einer Ausnahmesituation und aufgeregt seien. Dann komme es zu Streit oder gar Übergriffen, wenn sich Patienten oder Angehörige „nicht schnell genug oder nicht aufmerksam genug betreut und behandelt fühlen“, so Gaß. Von Weizsäcker war während eines Vortrags von einem Zuhörer mit einem Messer am Hals attackiert worden. Der Angreifer, ein 57-Jähriger aus Andernach in Rheinland-Pfalz, wurde von einem zufällig anwesenden Polizisten überwältigt, der selbst schwer verletzt wurde. Das Motiv soll eine „wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten“ sein. Ihm werden Mord und versuchter Mord zur Last gelegt.
Quelle: dpa, jh


Auch das noch:


„Klatschkasse“ in Holland: Andere Länder, andere Konzepte


Das große Volk im kleinen Land an der Nordsee hat für viele Probleme ungewöhnliche Lösungen. So wurde bspw. in den Niederlanden das umgesetzt, was die CDU 2003 in Leipzig mit markigen Worten forderte und sich nie getraut hat anzupacken: Das Prämienmodell einer Krankenversicherung für alle. Aber auch im Kleinen sind die Holländer findig. So gibt es jetzt im Ort Vlijmen im Supermarkt Jumbo eine „Kletskassa“, zu Deutsch: eine „Klatschkasse“. Hier stellt man sich an, wenn man es nicht eilig hat und so schnell wie möglich wieder draußen sein will, sondern mit der Kassiererin noch ein Schwätzchen halten möchte. Das soll insbesondere älteren Menschen helfen, die oft vereinsamen und dadurch psychische Erkrankungen entwickeln. Deshalb hat der Markt auch eine Kaffee-Ecke eingerichtet, in der sich die älteren Bewohner mit jüngeren Nachbarn zum Plaudern treffen.
Dort stehen Freiwillige der Stiftung „Alles Voor Mekaar“ (Alles für einander) und unterhalten sich mit den Senioren, schenken ihnen Aufmerksamkeit und bieten auch bei Bedarf Hilfe an. „Wir verbinden diese älteren Menschen mit Anwohnern“, begründet Alexander van Weert von „Alles Voor Mekaar“ das Engagement der Stiftung.
Quelle: äz, jh